Einstimmig ist Johannes Hanisch am Donnerstag vom CDU-Stadtverband Weilburg zum Bürgermeisterkandidaten nominiert worden. Er tritt am 12. März kommenden Jahres bei der Wahl an. Die 29 Stimmberechtigten des CDU-Stadtverbandes stimmten alle für Hanisch, sagte Hartmut Eisenträger am Samstag bei einer Pressekonferenz der CDU im Alten Rathaus. Eisenträger lobte das langjährige Engagement des Kandidaten in der Lokalpolitik. 2005 ist der 32-Jährige der CDU beigetreten, vorerst als Beisitzer, danach als stellvertretender Vorsitzender und nunmehr seit vier Jahren als Fraktionsvorsitzender. Zudem ist er stellvertretender Kreisvorsitzender. „Wir setzen auf Johannes Hanisch, denn er ist stark auf Kreis- und Landesebene vernetzt und das kann dem Bürgermeisteramt nicht schaden“, sagte Eisenträger. Außerdem bringe er ein großes Verwaltungswissen mit.

„Ich möchte in Weilburg überparteilich und sachorientiert arbeiten“

Der stellvertretende Vorsitzende Peter Püchner sagte, dass alle CDU-Kollegen begeistert über Hanischs Nominierung seien. Er sei sehr überrascht gewesen, dass er bei einer geheimen Wahl alle Stimmen bekommen hat, das sei nicht selbstverständlich, meinte Hanisch. Mit Enthaltungen rechne man immer,um so schöner sei das Ergebnis. Der unverheiratete, aber seit Jahren liierte Hanisch freute sich über die vielen lobenden Worte und sei dankbar, dass seine Partei zu 100 Prozent hinter ihm steht. Das sei eine historische Chance, dass die Christdemokraten einen Bürgermeister stellen. „Ich möchte in Weilburg überparteilich und sachorientiert arbeiten“, kündigte der Diplom-Kaufmann an. Er ist angestellter Doktorand der Wirtschaftswissenschaften und wird im Dezember im strategischen Marketing promovieren. Beruflich ist er bislang in der Automobilindustrie, unter anderem als Berater namhafter Unternehmen tätig, Autor von Fachpublikationen und Referent für Europapolitik. Seit 2005 engagiert er sich für die CDU, seit 2012 ist er Landesrechnungsprüfer der CDU Hessen und stellvertretender Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung Limburg-Weilburg. Seit 2013 ist er Stellvertreter des Landtagsabgeordneten Andreas Hofmeister. Mitglied der Weilburger Stadtverordnetenversammlung ist Hanisch seit zehn Jahren. „Ich habe sehr große und lange kommunalpolitische Erfahrung und weiß, wie Kommunalpolitik funktioniert und konnte mir so tiefe Einblicke in Verwaltungsabläufe schaffen.“ Persönlich habe er sich überlegt, ob er in die Industrie gehen solle. Dies hätte aber einen Wegzug aus Weilburg bedeutet. Wer sich seit 15 Jahren für Stadt und Region einsetzt, der entwickle viel Herzblut, sodass er das nicht einfach aufgeben möchte. Die Kandidatur eröffne ihm die Möglichkeit, seine Leidenschaft zur Kommunalpolitik auch hauptamtlich und mit voller Energie zum Beruf zu machen. „Aus der Bevölkerung und der Partei habe ich eine große Ermunterung erfahren, mich für eine Kandidatur aufstellen zu lassen“, berichtete der 32-Jährige.

Die groben „Leitplanken“ für sein Wahlprogramm seien bereits gesetzt. Ziel sei unter anderem, dass in Weilburg Entwicklung zugelassen werden müsse, um zukunftsfähig zu bleiben. Es müssten mehr Menschen in Weilburg gehalten und neue angezogen werden. „Dazu muss Weilburg als Wohnstadt weiter gefördert werden und ein attraktives und breites Angebot an Wohnmöglichkeiten für Singles, Studenten, junge und ältere Familien sowie für Senioren bereithalten“, erläuterte der Kandidat. Auch die medizinische Versorgung liegt ihm am Herzen. „Der Erhalt und die Eigenständigkeit unseres Kreiskrankenhauses erfordert in schwierigen Zeiten des Gesundheitssystems die volle Unterstützung durch die Stadt, Gleiches gilt für die Nachbesetzung von Arztsitzen“, ist sich Hanisch sicher.

Pressebericht aus dem Weilburger Tageblatt vom 01.10.2016

von Sabine Gorenflo